Mein Melsbach
  Der Limes-Verlauf
 




» Der Limes-Verlauf wird untersucht«


- Veröffentlicht am 01. Juni 2019 -



Unter der Bezeichnung „Prospektionen am UNESCO-Welterbe Obergermanisch-Raetischer Limes“ finden demnächst unter der Federführung der

                       
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz,
                                Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz


Untersuchungen am Limes im Bereich von Melsbach statt.

Untersucht werden die ersten 75 km des insgesamt 550 km langen Limes, der von Rheinbrohl aus bis an die Donau verläuft. Diese ersten 75 km des Grenzwalls verlaufen als „Obergermanisch-Raetischer Limes“ von Rheinbrohl bis Holzhausen (Rhein-Lahn-Kreis). Auf diesem Teilstück befanden sich über 130 römische Türme sowie 20 Militärlager.

Wusste man seit Jahrzehnten, wo der Limes in etwa herlief, so ist dies bisher nie hundertprozentig exakt gewesen, da man nicht überall römische Reste fand und so zum Teil den Verlauf nur auf Vermutungen aufgrund des weiteren Verlaufes oder alter Pläne usw. stützen konnte.

Mit modernen Geräten und Untersuchungsmethoden ist man nun in der Lage, den exakten Verlauf festzustellen, die ersten Probeuntersuchungen erbrachten hervorragende Ergebnisse.

Im Verlaufe dieser Untersuchungen werden mit einem speziellen Fahrzeug verschiedenartige Messungen mit unterschiedlichen Sonden durchgeführt. Es finden dabei keinerlei Ausgrabungen statt, auch wird der Boden durch die Untersuchungen nicht beschädigt.

Dies alles soll nur dazu dienen, den Verlauf des Limes mit bisher nicht gekannten Methoden zu untersuchen und den exakten Verlauf zu verifizieren und ggf. auch zu korrigieren.

Im Bereich von Melsbach ist ein schmales Gebiet zwischen der Ruine Kreuzkirch und der nach Oberbieber führenden Kreisstraße K106 betroffen. Die dortigen Untersuchungen sollen voraussichtlich im August 2019 beginnen, über das Ergebnis will die Behörde zeitnah informieren.


 


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