Mein Melsbach
  Der fliegende Golf
 



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oder

" Warum fahren, wenn man auch fliegen kann ? "




Hallo Leute,

dann möchte ich mal eine Anekdote aus meiner schon sehr lange zurückliegenden "Flegelzeit" zu "Papier" bringen.

Es gab mal eine Zeit, in der ich einen übermäßig großen Teil meines damaligen Lebens in Melsbacher Kneipen verbrachte! Ich weiß, dass das euch natürlich völlig schockieren muss, ich und ein „Kneipengänger“, völlig abstrus, aber es war halt so!

Aber überraschenderweise saß ich da nicht alleine rum, sondern ich befand mich in zahlreicher und guter Gesellschaft. Manch einer von euch wird sich vielleicht noch daran erinnern können, an manches vielleicht nur noch schemenhaft, was ich aber mal auf die inzwischen extrem lange zurückliegende Zeit schieben möchte und keinesfalls auf den damals zu sich genommenen Alkohol!!!

Ich befand mich also, an einem schönen lauen Sommerabend, wie oben bereits angedeutet, in überaus angenehmer Gesellschaft, im Pils-Keller, damals eine Institution in Melsbach, in dem, vorher natürlich "gut durchdacht", reichlich dem Alkohol zugesprochen wurde
.
 

So auch an diesem Abend, der allerdings nicht so ablaufen sollte, wie viele Abende vorher. Bevor ich den weiteren Ablauf des Abends schildere, muss ich noch erwähnen, dass ich meinen fahrbaren Untersatz auf einem der beiden Parkbuchten oberhalb des Pils-Kellers, gegenüber von Steinhardts Haus abgestellt hatte. Warum ich das erwähne, wird sich aus der weiteren Schilderung des Abends ergeben.

 Auto (VW Golf)

Wir standen und saßen also in einer größeren Gruppe zusammen und sprachen reichlich dem Alkohol zu. Es wurde viel erzählt, philosophisch und intellektuell natürlich auf "höchstem" Niveau! Nach einiger Zeit kam dann ein Mädel aus unserer Gruppe auf die glorreiche Idee, mit meinem schönen Automobil einige Fahrübungen absolvieren zu müssen. Natürlich waren wir alle begeistert von diesem Vorschlag.

Ich übergab ihr dann in !vollster! Überzeugung, was natürlich in keinem Zusammenhang mit dem zu mir genommenen Alkohol zu tun hatte, meine Wagenschlüssel. Sie begab sich dann mit einer guten Freundin auf den Weg zu meinem Fahrzeug. Dass keine der beiden weder über einen Führerschein noch über die allergeringste Fahrpraxis verfügte, erschien mir und allen anderen damals anwesenden Personen als völlig unwichtig. Wir machten uns alle dann keine Gedanken mehr um das weitere Geschehen, bis wir nach einer kurzen Zeit einen aufheulenden Motor bemerkten und einige Sekunde später vor der offenstehenden Kneipentür einen weißen VW-Golf in etwa eineinhalb Meter Höhe vorbeifliegen sahen!

Mein erster Gedanke war: Prost, da ist es ja endlich, das Delirium. Woran ich dann aber gleich wieder zweifelte, da ich bemerkte, das die anderen Kneipengäste offensichtlich dasselbe Schauspiel wie ich bewundert hatten! Puh, also wohl doch noch kein Delirium!!! Aber was war es dann??? Glücklicherweise fiel mir dann siedend heiß ein, ich fahre ja selbst einen VW-Golf, zufälligerweise auch noch einen in der Farbe weiß, genau wie das gerade eben vorbeifliegende Geschoss! Durch die mir angeborene Intelligenz war dann mein dritter oder vierter Gedanke, das könnte dein Auto gewesen sein.

Ich also mit der dieser Situation angemessenen Geschwindigkeit raus vor die Tür! Was sah ich zu meiner Überraschung, bzw. was sah ich nicht? Meinen Wagen auf seinem angestammten Parkplatz stehen! Was sah ich stattdessen zu meinem Erstaunen? Meinen heißgeliebten Golf, der mit laufendem Motor und beidseitig geöffneten Türen auf der gegenüberliegenden Seite bei Hachenbergs auf dem Parkplatz stand! Die während des Fluges darin befindlichen zwei Mädels lagen, sich die Bäuche haltend vor Lachen, links und rechts neben meinem völlig unschuldig dastehendem Gefährt. Ich dann, in der Situation immer noch angepassten Geschwindigkeit, zu den beiden hin, um sie natürlich in aller "Gelassenheit" zu fragen, was sie sich in aller Welt dabei gedacht hätten? Carmen antwortete mir in ihrer ganzen jugendlichen Unschuld, sie hätte den Rückwärtsgang nicht eingelegt bekommen und Conny hätte ihr dann den Vorschlag gemacht, einfach mit Vollgas vorwärts zu fahren! Diesen Gedanken hätte sie dann mit Begeisterung angenommen und sofort in die Tat umgesetzt! Dass es unmittelbar vor der Parkbucht ca. eineinhalb Meter senkrecht abwärts geht, hätte sie als irrelevant abgetan.

Auf meine Frage, was dabei alles hätte passieren können, gab Carmen mir die mich völlig überzeugende Antwort, wenn ein Golf das nicht aushält, hätte er kein Golf werden sollen! Das hat mich dermaßen überzeugt, dass mir keine weiteren Fragen mehr einfielen. Wir sind alle wieder zurück in den Pils-Keller, um das, glücklicherweise für alle Beteiligten schadensfreie Abenteuer (auch mein kleiner Golf hat's ohne Kratzer überstanden), gebührend zu feiern!

Vielleicht kann sich der eine oder andere von euch noch an diese Geschichte erinnern. Aus Respekt vor den beiden beteiligten Damen, heute Mütter von schon erwachsenen Töchtern, habe ich's bei den Vornamen belassen! Wer damals dabei war, kennt sie!

Ich hoffe ich konnte Euch mit dieser Geschichte ein wenig unterhalten

Euer Kurt Rübel

 

 


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